Tag des Flüchtlings 2019

Weltweit sind rund 71 Millionen Menschen auf der Flucht – und diese Zahl wächst weiter (Quelle: UNHCR, Stand Juni 2019).

Politische Verfolgung, Gewalt und Versklavung, Naturkatastrophen, Diskriminierung und fehlende Lebensgrundlagen – das sind nur einige von vielen Gründen, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen und sich auf den gefährlichen Weg in ein fremdes Land zu begeben.

Leider ist die Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland, in Europa und besonders an den Außengrenzen Europas oft sehr prekär. Die gesellschaftliche und politische Debatte ist geprägt von Abschottung und Nationalismus. Setzt man sich mit aktuellen Gesetzesänderungen und –verschärfungen in Deutschland auseinander, bemerkt man schnell, dass sich eine „Hau ab!“- Mentalität herausbildet, die von Isolierung und Ausgrenzung geprägt ist!  

Die Folge ist, dass nicht nur die Menschenrechte und die Würde der Menschen in Gefahr sind – auch Mitgefühl und Menschlichkeit werden zunehmend unpopulärer.

Wir fordern deshalb eine ernstgemeinte Sozialpolitik, die sich an der Menschenwürde orientiert und die dem Ideal der Gleichheit aller Menschen entspricht.

Inzwischen sind rechtspopulistische Parteien in allen deutschen Parlamenten vertreten. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Zukunft unserer Gesellschaft in Deutschland und auch in Europa von Rechtspopulisten, Nationalisten und Demokratiefeinden bestimmt wird. Wir müssen alle gemeinsam laut werden gegen die entwürdigenden Gesetze und gegen menschenverachtende Politik! Wo bleibt unsere humanitäre Verantwortung?

Hiermit möchten wir alle dazu aufrufen, sich mit geflüchteten Menschen zu solidarisieren – am Tag des Flüchtlings und an allen anderen Tagen des Jahres!

Text: Johanna Strohmeier