Einmarsch der Türkei in Syrien bringt neues Flüchtlingselend

Bereits 130.000 Menschen sollen nach Schätzung der Vereinten Nationen auf der Flucht sein: Der Einmarsch der Türkei in die nordsyrischen Kurdengebiete hat sehr schnell sehr viele Menschen in Bewegung gesetzt.

Doch wohin sollen sie gehen?

In Syrien herrscht nach wie vor Krieg, in die Türkei können sie auch nicht. Denn von dort geht eine militärische Offensive aus, deren Ziel eine sogenannte Sicherheitszone in den nordsyrischen Gebieten ist. Dort will die türkische Regierung Millionen syrische Flüchtlinge unterbringen – diejenigen nämlich, die in den vergangenen Jahren in der Türkei Schutz gesucht haben.

Wir von AsA e.V. sind entsetzt, dass Flüchtlinge als Unterpfand für die Militäroffensive eines Landes missbraucht werden sollen. Wir verurteilen den Einmarsch der Türkei in den Norden Syriens aufs Schärfste. Wir befürchten, dass noch viel mehr Menschen das elende Schicksal von Flüchtlingen erleiden müssen. Wir möchten nicht, dass Deutschland im Fall eines syrischen Militärangriffs auf die Türkei als NATO-Verbündeter zur militärischen Unterstützung verpflichtet wird.

Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden. Auch für die Angehörigen der Jugendlichen, die wir bei AsA betreuen und die ihre Familien in Syrien oder in den Flüchtlingslagern in der Türkei zurücklassen mussten.