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Großzügige Spende der Postcode-Lotterie

Im Rahmen der Förderung von Projekten, die sich mit den Folgen der Corona-Krise beschäftigen, unterstützt die Deutsche Postcode Lotterie AsA e.V. mit 10.000 Euro.

Dank der großzügigen Spende der Postcode-Lotterie kann AsA e.V. in digitale Technik investieren und auch in Zeiten von Corona weiterhin für junge Geflüchtete in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis da sein

Mit Maske und Trennscheibe: Deutsch-Unterricht mit Dominik Winkel

Wir von Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. haben es geschafft, in den Wochen seit Mitte März mit allen 186 minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten, die an unseren Verein angebunden sind, den Kontakt zu halten. Seit kurzem können diese uns wieder einzeln und unter strengen Hygiene-Bedingungen in unseren Räumlichkeiten aufsuchen. Aber:

Viele unserer Ehrenamtlichen Nachhilfelehrer*innen sind über 60 und gehören der Corona-Risikogruppe an. Viele Jugendliche hingegen stehen vor den Abschlussprüfungen und brauchen dringend Unterstützung. Deshalb mussten wir zwei Honorarkräfte einstellen, die den Förderunterricht ersatzweise übernehmen. Das verursacht hohe zusätzliche Kosten. Auch in digitale Technik musste und muss viel Geld investiert werden – Diensthandys und Laptops für alle Mitarbeiter*innen, zusätzliche Drucker und Computer-Arbeitsplätze für die Jugendlichen werden benötigt. Außerdem suchen wir nach Räumen, die wir kurzfristig anmieten können, um unseren Jugendlichen weitere Arbeitsplätze mit den nötigen Abstandsregelungen bieten zu können.

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns sehr, dass wir dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare Projekt unterstützen können – vor allem in dieser für uns alle neuen und ungewissen Corona-Zeit. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“

Deutsche Postcode Lotterie fördert Corona-Projekte

Da eine Weiterführung laufender oder eine zeitnahe Umsetzung geplanter Projekte derzeit schwierig werden kann, hat die Deutsche Postcode Lotterie den Förderzeitraum aller bereits bewilligten Projekte automatisch um sechs Monate verlängert. Projekte können außerdem der neuen Situation angepasst werden. Petra Rottmann: „Wir prüfen im Einzelfall, ob wir die Zweckbindung ändern oder ganz aufheben können, damit unsere Partner flexibel auf die Corona-Krise reagieren können.“

AsA in Zeiten von Corona: Verkleinerter Deutschkurs mit Katrin Förderer, Juni 2020

Neben AsA e.V. fördert die Soziallotterie weitere Projekte, die in der aktuellen Corona-Zeit akute Hilfe leisten. So stellte sie den Stadtmissionen 500.000 € zur Verfügung, um den Schwächsten unserer Gesellschaft (Obdachlose, Opfer häuslicher Gewalt sowie bedürftige Senioren), die am meisten unter der Krise leiden, zu helfen. Weitere Fördermittel gingen z.B. an die AWO BV Hannover e.V., die Pflegeheim-Bewohnern eine „Kulturspritze gegen Coronablues“ gibt, an Vision:teilen e.V., deren „Gutenachtbus“ sich um die Notversorgung von Bedürftigen kümmert oder an den Verein Spielend lernen e.V., der aus recycelten Materialien Mundschutzmasken herstellt.

Weitere Infos unter: www.postcode-lotterie.de/projekte

Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. : Positionspapier zur Asylpolitik

Der gemeinnützige Verein „Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V.“ mit Sitz in Bonn-Bad-Godesberg ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Er setzt sich ein für eine nachhaltige Verbesserung der Situation minderjähriger und junger erwachsener Flüchtlinge durch eine berufliche Ausbildung. Er leistet Hilfe bei der Vorbereitung von Klausuren und Prüfungen, bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, bei Bewerbungsschreiben und in der Begleitung zu Behörden.

Die Öffentlichkeitsarbeit von AsA sensibilisiert für die Situation der jungen Menschen und trägt zum Abbau von Vorurteilen ihnen gegenüber bei. Gespräche mit Politikern haben das Ziel, die rechtliche Situation junger Geflüchteter zu verbessern.

Alle diese jungen Menschen haben Trennungs- und Verlusterfahrungen von Eltern, Freunden und vertrauter Umgebung. Fast ausnahmslos erlebten sie die Veränderung ihres Umfeldes als erzwungen. Aus unserer Begegnung mit ihnen wissen wir, dass gerade sie zur Stabilisierung ihrer Persönlichkeit und zur Heilung ihrer oft traumatischen Fluchterlebnisse eine sichere Zukunftsperspektive brauchen.

Bildung und Ausbildung sind die Grundlage, auf der sie sich eine Zukunftsperspektive und ein Leben in Würde aufbauen können. Sie fördern ihr Selbstbewusstsein und dienen der Stabilisierung ihrer Persönlichkeit. Sie ermöglichen eine Lebensplanung und öffnen einen Weg in die Selbstständigkeit. Soweit diese jungen Menschen in Deutschland bleiben können, sind ihre gute Berufsausbildung und berufliche Tätigkeit auch für unser Gemeinwesen wichtig.

Im Jahr 2003 widmete der UNHCR am Weltflüchtlingstag „den Millionen junger Menschen, deren Zukunft durch Krieg, Verfolgung und Exil gefährdet ist“. Er betonte in seiner Grußbotschaft: „Wir müssen sicherstellen, dass jungen Flüchtlingen jede nur mögliche Gelegenheit gegeben wird, ihre Potenziale zu entwickeln (…) durch Bildung und Ausbildung ihrer Fähigkeiten, um sie für die Zukunft vorzubereiten. Wir dürfen ihnen diese Hoffnung nicht nehmen, denn ihre Zukunft ist auch unsere Zukunft“.

Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan fügte hinzu: „Wenn man sie an den Rand der Gesellschaft drängt, wird das zum Schaden aller sein.“

Auch sieben Jahre nachdem die damalige Bundesregierung ihre Vorbehaltserklärung gegen die UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen hat, ist in Deutschland der Grundsatz „Gleiches Recht für alle Kinder und Jugendlichen“ nicht eingelöst.

Die erheblichen Verschärfungen der Asylgesetze errichten neue Hürden für den Zugang zur Bildung. Deshalb schließen wir uns Forderungen der Träger der Wohlfahrtspflege, insbesondere aber von UNICEF und terre des hommes an:

  • Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sollten sich nur so kurz wie möglich in Erstaufnahmeeinrichtungen aufhalten müssen und mit der Zuweisung in ein Bundesland müssen Kinder und Jugendliche ohne Verzögerung schulpflichtig werden, weil sie sonst wertvolle Zeit verlieren. Lange Aufenthalte in Erstaufnahmeeinrichtungen und besonderen Aufnahmeeinrichtungen schaden sehr.
  • Die zügige Verteilung auf die Kommunen ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Zugang zu den Regelsystemen der Bildung und Förderung.
  • Für Jugendliche über 16 Jahren sowie junge Volljährige müssen flächendeckend Möglichkeiten zur Beschulung geschaffen werden, damit sie den Schulabschluss erwerben und ihre Ausbildung beginnen können.
  • Ein entscheidendes Hindernis für die schulische Berufsausbildung und ein Studium besteht im Ausschluss junger Geflüchteter vom BAföG und sonstigen Sozialleistungen für den Lebensunterhalt, sodass sie häufig gezwungen sind, ihre Ausbildung abzubrechen. „Besonders problematisch kann die Situation für Asylsuchende sein, die eine schulische Ausbildung beginnen wollen und die genannten ausländerrechtlichen Voraussetzungen für den Bezug von BAföG-Leistungen nicht erfüllen: Da eine schulische Berufsausbildung an den in § 2 Abs. 1 BAföG genannten Schulformen dem Grunde nach förderfähig ist, erhalten Asylsuchende ab dem Ausbildungsbeginn keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 2 AsylbLG V. m. SGB XII (sogenannte Analogleistungen; § 22 Abs. 1 S. 1 SGB XII), auch wenn die Voraussetzungen des § 2 AsylbLG (15 Monate Aufenthalt im Inland und keine rechtsmissbräuchliche Beeinflussung der Aufenthaltsdauer) vorliegen.  Sie bekommen also weder Leistungen nach dem BAföG noch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB XII. Diese Situation wird auch als »BAföG-Falle« bezeichnet.“ (Recht auf Bildung für Flüchtlinge, Barbara Weiser).

            Diese Leistungsausschlüsse müssen dringend vermieden werden. 

  • Mit großer Härte trifft die minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge (UmF) mit subsidiärem Schutz der ausgesetzte Familiennachzug. Auch terre des hommes fordert, dass die mit dem Asylpaket II beschlossene Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzbedürftige aufgehoben wird.
  • Große Sorge bereitet uns das kürzlich vom Bundestag aber noch nicht vom Bundesrat beschlossene Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, weil es den Rechtsanspruch auf Hilfe für junge Geflüchtete in Frage stellt. Deshalb fordern wir keine Kürzung der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Wer in betreuten Wohngruppen (§ 34 SGB VIII) statt wie im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vorgesehen großen Unterkünften mit geringer Betreuung lebt, hat deutlich bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsverlauf und gesellschaftlicher Teilhabe.

            Hilfen für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII) müssen vollumfänglich möglich       sein. Sie sind essentiell, um die Erfolge von Schule und Jugendhilfe abzusi      chern.

            Kinderrechte und Kinderschutzstandards müssen für geflüchtete Kinder und   Jugendliche ohne Einschränkung gelten (UN-Kinderrechtskonvention). Sie    brauchen einen besonderen Schutz vor Ausbeutung und Bedrohungen.

  • Die geplante erkennungsdienstliche Behandlung von Kindern und Jugendlichen durch die Polizei in den Erstaufnahmeeinrichtungen lehnen wir ab. Sie gehören sofort nach ihrer Einreise in die Obhut der Jugendämter

 

 

 

 

 

 

Deutsch plus! – Sprachkurse und berufliche Orientierung

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Seit Anfang 2016 bietet AsA im Rahmen von Deutsch plus! regelmäßige Sprachkurse für junge Geflüchtete an. In Kursen auf 6 verschiedenen Niveaus lernen Jugendliche und junge Erwachsene sehr alltagsnah die deutsche Sprache. Auch ein Kurs zur Alphabetisierung läuft, da die meisten geflüchteten Jugendlichen in ihren Ländern eine andere Schriftsprache schreiben. Im letzten Jahr haben 140 junge Geflüchtete an den Kursen teilgenommen. Manche bleiben nur kurze Zeit, da sie dann einen Schulplatz erhalten, andere haben das ganze Jahr über an den verschiedenen Kursen teilgenommen. Auch dieses Jahr sind wieder bis zu 60 Jugendlichen parallel in den verschiedenen Kursen.

Hauptsächlich sind die Teilnehmer*innen Minderjährige, die auf die Zuteilung eines Schulplatzes warten und die Zeit bis dahin nutzen möchten. Aber es werden auch junge Erwachsene unterrichtet, die keine anderen kostenlosen Sprachkursangebote finden und seitens der Kommune keine Angebote erhalten. Einige Teilnehmer*innen besuchen den Kurs parallel zu einem Schulbesuch, einem Praktikum, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einer Ausbildung.

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Das Plus von Deutsch plus! liegt in der parallel angebotenen Berufsorientierung. Gemeinsam werden Firmen und Betriebe besichtigt und Ausbildungsmessen besucht. Vor allem wird die Praxis gefördert: So bietet ein Werklehrer einige Stunden pro Woche ein Werkprogramm an. Verschiedene Materialien wie Holz, aber auch Stein werden bearbeitet oder Fahrräder repariert.

Beim Tischlern, Sägen, Bohren und Schrauben oder beim Steinmetzen lernen die Jugendlichen „ganz nebenbei“ wichtige Fachwörter und fassen gleichzeitig Zutrauen zu ihren handwerklichen Fähigkeiten. Zusätzlich haben sie – oft das allererste Mal im Leben – die Möglichkeit, ihre eigene Kreativität zu entdecken und zu entwickeln. Das schafft Selbstvertrauen und Freude im Leben der jungen Geflüchteten, die oft wenig Abwechslung im Alltag haben.

Bei fast allen Kursteilnehmer*innen sind eine sehr hohe Motivation und der Spaß am Lernen offensichtlich.

Ansprechpartnerin für das Projekt: Babette Loewen (Projektleiterin)

 

Ich bin Yodit Bayragabr.

„Ich bin 19 Jahre alt.

Ich komme aus Eritrea und meine Muttersprache ist Tigrinisch. AsA e.V. ist für mich eine große Hilfe.

Ich bekomme bei AsA e.V. Unterstützung in vielen Bereichen:      
– Deutschkurse
– Bewerbungsschreiben und Lebenslauf
– Beratung und Hilfe bei Asylfragen und Nachhilfe.

Außerdem finden Urlaub und Ausflüge statt, an denen man teilnehmen kann. Es wird bei AsA regelmäßig gekocht und gegessen.

AsA tut mir gut, weil ich immer willkommen bin. Wann immer ich Hilfe benötige, steht mir das Team zu Seite. Alle im Team sind sehr nett und immer hilfsbereit. Bei AsA kommen viele Nationalitäten zusammen, lernen sich kennen und haben gemeinsam Spaß.

Ich bin froh, dass ich AsA kenne.“

 

Hier ein Link zu einem Artikel im Bonner General Anzeiger über unser Projekt:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Ein-erster-Schritt-Richtung-Beruf-article3304974.html

Deutsch plus! wird gefördert von:

 

 

    

             

       

 

 

 

AsA-Bühnenwerkstatt

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Quelle: privat


Unter Leitung von Carmen Martínez Valdés, die auch eine erfahrene Tanzpädagogin ist, konnte zu Beginn des Jahres 2013 Premiere gefeiert werden mit dem von jungen Flüchtlingen selbst geschriebenen Stück „Lebens(t)räume“ – eine Reise durch die Lebensrealitäten junger  Flüchtlinge.

Am 15. März 2013 wurde dieses Stück von 17 jungen Flüchtlingen aufgeführt, weitere Vorstellungen folgten.

„Grenzenlos kochen“

Kochen als Mittel zum Austausch und der Begegnung von jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Länder. Mit diesem Projekt, gefördert von Sterntaler Bonn e.V., haben etwa 20 Jugendliche seit Herbst 2012 jede Woche fünf Stunden in der Küche von AsA eingekauft, geschnippelt, gekocht, gebraten und schließlich gegessen, was in Deutschland, Syrien oder etwa im Kongo so auf den Tisch kommt. Dabei heraus gekommen ist nicht nur eine Menge Spaß, sondern auch ein umfangreiches Kochbuch mit vielen leckeren Rezepten.

Neben dem interkulturellen Austausch, der Förderung von Teamgeist und Fairness diente dieses Kochprojekt auch der Stärkung von Selbstvertrauen und der Verarbeitung von Traumatisierungen. Die Jugendlichen haben gekocht, was sie noch von zuhause her kannten und dabei wurde viel erzählt, sich erinnert und weitergegeben. Das Kochbuch wird derzeit von den Jugendlichen noch einmal überarbeitet und kann dann in der Geschäftsstelle eingesehen werden.