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Testen lassen und Spenden

Gutschein kann an AsA e.V. gespendet werden

In der Bad Godesberger Fronhofer Galeria gibt es ein Corona-Testzentrum https://www.testcenter-fronhofer.de/

Das Testzentrum hat die Aktion „Test and Support“ gestartet: Alle, die sich testen lassen, bekommen einen Gutschein über drei Euro. Den können sie entweder bei den teilnehmenden Geschäften einlösen oder aber auch für verschiedene Projekte spenden.

Wir freuen uns über jede Spende, die unserer Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen durch die Aktion zufließt. Und Spenden ist im Kampf gegen Corona sowieso eine super Sache!

Wir trauern um Rosemarie Keltz, Gründungsmitglied des Vereins

Am 23. April 2021 ist Rosemarie Keltz, Ehrenmitglied unseres Vorstands, gestorben. Sie wurde 98 Jahre alt. Sie gehörte einem kleinen Kreis engagierter Frauen an, ohne die es den Verein AsA heute nicht gäbe. Denn sie trat im Jahr 2000 dem Arbeitskreis „Ausbildung statt Abschiebung“ bei, der damals aus nur drei weiteren Frauen bestand. Er war aus einer Zukunftswerkstatt im Rahmen der Aktion „Bonner Frauen für soziale Gerechtigkeit und Frieden“ entstanden. Im Jahr 2001 war dann die Geburtsstunde von AsA als eingetragenem Verein.

Rosemarie Keltz auf der Feier zum 15-jährigen Bestehen von AsA

Rosemarie Keltz hat in und nach dem Zweiten Weltkrieg selbst erfahren, wie es ist, ein Flüchtling zu sein – weitgehend rechtlos und manchmal ohne Hoffnung. Sie setzte sich aus tiefster Überzeugung und großer menschlicher Wärme für junge Geflüchtete ein. Auf die Frage, warum sie sich bei AsA engagiert, schrieb sie:

„Insbesondere helfe ich Jugendlichen, die geschützt, unterstützt und gefördert werden müssen, um ein befriedigendes, zukunftsfähiges Leben führen zu können.“

Schon bevor Rosemarie Keltz AsA mitbegründete, stand ihre Tür für Geflüchtete und zugewanderte Menschen aus allen Erdteilen offen. In ihrer Zeit in Mülheim war sie Mitglied des Mülheimer Flüchtlingsrats. In ihren Memoiren „Lebensspuren 1922-2002“, in denen Sie mit unzähligen Fotos und Dokumenten auf rund 700 Seiten ihre Lebensgeschichte erzählt und die sie im Freundeskreis verteilte, schreibt Sie:

„Seit 1989 mehrten sich rassistische Ausschreitungen gegen Ausländer, was alle Organisationen und weltoffenen Deutschen, die sich für Flüchtlinge und Ausländer einsetzen, zu Protesten veranlasste. […] Die unsägliche „Asyldebatte“ im Bundestag heizte die Stimmung bei Rechtsradikalen an, die ganz offen mit Nazi-Symbolen Sympathien bei den Leuten erweckten, die immer noch unter Angst vor „Überfremdung“ litten und nicht wahrhaben wollten, dass Deutschland schon längst ein Einwanderungsland war […] Die Gegenmaßnahmen vom Flüchtlingsrat, Kirchenkreisen, Pro Asyl usw. begannen im September 1991 massiv und dauerten bis zum Januar 1993, als der sogenannte „Asylkompromiss“ im Bundestag Gesetzeskraft erlangte. Wir waren alle äußerst enttäuscht. Doch die Arbeit zum Schutz und zur Unterstützung von Flüchtlingen ging vor Ort weiter, ohne dass die politische und gesellschaftliche Wachsamkeit nachließ.“

Für ihr langjähriges Engagement für Zuwanderer und Flüchtlinge wurde ihr am 30. November 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande durch den damaligen Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch überreicht.

Feier nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes: Rosemarie Keltz mit Karin Ahrens, Gisela Rubbert und Minalda da Silva

Ihre Erfahrungen und ihr politisches Wissen brachte Rosemarie Keltz auch bei AsA ein. Sie kandidierte bereits 2001 als Beisitzerin für den Vorstand und trug maßgeblich dazu bei, aus einer losen Initiative einen gut organisierten Verein aufzubauen. Das Engagement von Rosemarie Keltz bei AsA war unermüdlich. Noch mit über 90 Jahren kam sie zu den Vorstandssitzungen und nahm dafür oft die Anreise per Bus durch die halbe Stadt auf sich. Über die neuesten politischen Geschehnisse und aktuellen Bestimmungen des Asylrechts war sie immer auf dem Laufenden. Sie kümmerte sich persönlich um einige Geflüchtete.

Wann immer eine Veranstaltung anstand, an der AsA sich mit einem Infostand beteiligte, klingelte in der Woche vorher das Telefon. Es meldete sich Frau Keltz und fragte, ob die angerufene Person Zeit hätte, für einige Stunden den Stand zu besetzen oder Handzettel zu verteilen. Immer war sie freundlich und hatte auch meist Zeit für ein Gespräch. Bis 2020 (mit 98 Jahren!) gab sie einem jungen Flüchtling Nachhilfe in ihrer Wohnung und schuf für ihn ein Wörterbuch mit medizinischen Vokabeln, da er in Deutschland in seinen Beruf zurückkehren wollte.

Rosemarie Keltz im Gespräch mit Gisela Rubbert, ebenfalls Gründungsmitglied von AsA, anlässlich der Verabschiedung der damaligen Vorsitzenden Karin Ahrens
im Dezember 2016

Wir sind traurig und sehr dankbar dafür, dass Rosemarie Keltz unseren Verein so lange begleitet hat. Ohne Sie hätten wir es nicht so weit gebracht, denn heute sind wir ein gemeinnütziger Verein, der viele junge Geflüchtete unterstützen kann und dem in der Region große Anerkennung zuteil wird.

Danke, Rosemarie.

Jahresbericht 2020/21 erschienen

Die vergangenen Monate waren auch für AsA nicht leicht. Wie wir „unseren“ Jugendlichen in Corona-Zeiten beistehen, wie die Sprachkurse, der Förderunterricht, die Beratung und die Unterstützung bei Bewerbungen und Ausbildungsplatzsuche unter erschwerten Bedingungen vonstatten gehen, können Sie im Bericht lesen. Natürlich kommen auch die Jugendlichen selbst zu Wort und außerdem unsere Ehrenamtlichen, ohne deren Engagement AsA nicht denkbar wäre.

Mit einem Klick aufs Bild können Sie den Jahresbericht herunterladen. Die gedruckte Version – auch gern zum Weiterverbreiten – ist über die Geschäftsstelle erhältlich.

AsA ist in der startsocial-Bundesauswahl

Der startsocial-Wettbewerb vergibt zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements jährlich 100 Bera­tungs­stipendien an soziale Initiativen. Von den 25 Initiativen, die in die Bundesauswahl kommen, werden am 10. Juni 2021 sieben mit Geldpreisen im Gesamtwert von 35.000 Euro und einem Sonderpreis der Schirm­herrin Angela Merkel geehrt.

Auch AsA hatte ein viermonatiges Beratungsstipendium von startsocial e.V. Ziel war für uns die Überarbeitung und Erweiterung des Projekts „Ausbildungs­patenschaften“. Es bringt junge Geflüchtete mit ehrenamtlichen Ausbildungspat*innen zusammen­. Diese helfen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und danach während der gesamten Berufsausbildung als Ansprech- und Vertrauens­personen im alltäglichen Kontakt mit Berufsschule, Betrieb und Behörden.

Das Beratungsstipendium von startsocial e.V. hat zahlreiche positive Entwicklungen bei AsA angestoßen und war bereits ohne Auszeichnung eine Bereicherung. Dennoch freuen wir uns umso mehr, dass AsA Mitte April 2021 als eins von 25 Projekten in die Bundesauswahl gewählt wurde! Die Juror*innen zeichnen damit unseren Projektfortschritt aus und würdigen das kontinuierliche Engagement von AsA, jugend­lichen Geflüchteten während ihrer Ausbildung eine immer bessere Unterstützung zu gewähren. mehr

Derzeitige Corona-bedingte Lage: Aktuell ist der Kontakt zu und zwischen Jugendlichen und Ehrenamtlichen nur mit starken Einschrän­kungen möglich – die Pandemie führt uns so mit aller Deutlichkeit vor Augen, dass die jugendlichen Geflüchteten ohne soziales Netz zu einer besonders benachteiligten Gruppe gehören und zeigt uns, wie dringend notwendig eine konstante persönliche Begleitung für sie ist.

Sie würden sich gerne ehrenamtlich bei AsA engagieren? Kontaktieren Sie Moritz Beitzen aus dem Team unseres Ehrenamtszentrums: 0163 1632137, moritz.beitzen@asa-bonn.org

Gegen Rassismus

AsA macht mit bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021

AsA steht für Vielfalt und Solidarität

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden dieses Jahr vom 15.-28.03.2021 unter dem Motto „Solidarität grenzenlos“ statt. AsA steht für Vielfalt, Solidarität mit Geflüchteten und mit allen Menschen auf dieser Welt!

Leider haben auch viele unserer Jugendlichen, deren Familie und Freund*innen bereits rassistisch motivierte Diskriminierung und Gewalt erfahren. In Deutschland ist dies leider immer noch traurige Realität, und viel zu viele Menschen verschließen ihre Augen davor!

Macht also gerne mit bei unserer „Digitalen Demo gegen Rassismus“ und teilt unsere Fotos auf euren Sozialen Netzwerken oder schaut mal auf den AsA-Seiten ( https://www.facebook.com/AsAeVBonn, https://www.instagram.com/asabonn/ ) vorbei, so dass sich unsere Botschaft verbreitet:

Rassismus hat keine Chance und es ist wichtig, die Stimme dagegen zu erheben und ein Zeichen zu setzen! Nicht nur in den Internationalen Wochen gegen Rassismus, sondern jeden Tag! Wir sind nicht alle gleich, aber wir sind alle gleichwertig!

Weitere Infos zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus findet ihr hier: https://stiftung-gegen-rassismus.de