Alle Beiträge von Stephani Streloke

Junge Geflüchtete fragen OB-KandidatInnen

AsA-Videoprojekt online

Stichwahl am 27.09.2020

Eigentlich sollte es eine öffentliche Podiumsveranstaltung werden, wie wir sie schon im April 2017 anlässlich der damaligen Landtagswahl veranstaltet hatten. In der Diskussion mit jungen Betroffenen und den Bonner Oberbürgermeisterkandidat*innen wollten wir mehr von der besonderen Situation junger Flüchtlinge erfahren und wo sie sich Verbesserungen durch die Politik wünschen.

Corona zwang uns, unsere Pläne zu ändern. „Unsere“ Jugendlichen sind in kleinen Gruppen zu den Kandidat*innen hingegangen und haben ihre Fragen gestellt und ihre Anliegen vorgebracht. Kernfrage: Was bedeutet den Kandidat*innen Integration und welche Rolle werden sie dabei spielen, wenn sie Oberbürgermeister*in sind?

Das alles wurde auf Video aufgenommen und von einem professionellen Videofilmer zu sechs einzelnen kurzen Filmen verarbeitet, von denen die beiden mit den Stichwahl-Kandidat*innen noch oben zu sehen sind.

Die Filme sind für eine breite Öffentlichkeit bestimmt. Den Kandidat*innen wurden Fragen gestellt zu ihrem persönlichen Verständnis von Integration, zur Verbesserung der Ausbildungsförderung, zur prekären Wohnsituation vieler Betroffener und zur möglichen Teilhabe der Geflüchteten am kommunalen Geschehen.

Ferienfreizeiten trotz (oder mit) Corona

AsA-Jugendliche besuchen die älteste Stadt Deutschlands

Die Sommerferien sind bereits zu Ende, wir erinnern uns aber mit viel Freude an unsere diesjährige Ferienfreizeit zurück. Trotz einiger Corona-Einschränkungen konnten wir fünf wunderbare Tage in Trier verbringen!

Porta Nigra in Trier

Neben einer sehr interessanten Stadtführung, in der die Jugendlichen viel über die Geschichte der ältesten Stadt Deutschlands erfuhren, waren es sehr sportliche Tage: Kanufahren auf der Saar, Teamerlebnis-Spaß im Hochseilgarten, Stand-Up-Paddling auf der Mosel, Fußball, Volleyball und Tischtennis.

Aber auch eine gemütliche Schifffahrt und ein Besuch der Stadt Saarburg mit Sommerrodeln, Sesselbahn und Greifvogelpark standen auf dem Programm. Kurz gesagt: eine tolle Stadt, tolle Landschaften, tolles Wetter und am wichtigsten, eine tolle Gruppe!

Text: Sabine Faas

Wir danken unseren treuen Mitgliedern und Privatspender*innen, durch deren Spenden wir die Ferienfreizeit durchführen konnten. Herzlichen Dank!

Ferienfreizeit in Zeiten von Corona

Die Covid-19-Pandemie gestaltet das Jahr 2020 als eine Herausforderung. Normalste Sachen wie Freunde treffen, ausgehen oder Veranstaltungen besuchen sind für alle nur eingeschränkt möglich. Deshalb finden auch nur wenige Veranstaltungen aus unserem Projekt Interkulturelles Lernen statt.

Um so mehr freuen wir uns, dass es kurzfristig möglich ist, doch eine kleine Gruppe „unserer“ Jugendlichen von Ausbildung statt Abschiebung e.V. auf Reisen zu schicken. Für sie ist diese Zeit keine einfache. Besonders, wenn sie gerade erst in Deutschland angekommen sind, voller Motivation und Tatendrang sind und ihr neues Leben beginnen wollen. Sie müssen auch hier mit den Auswirkungen der Pandemie leben.

Deswegen wollen wir mit einigen Jugendlichen vom 20. bis 24. Juli unsere jährliche Ferienfreizeit angehen. Dieses Mal fahren wir in eine Jugendherberge in Trier und geben den jungen Geflüchteten die Möglichkeit, Deutschland, einen Teil unserer Geschichte und Kultur, neue Freunde und sich selbst besser kennenzulernen. Unser Programm soll dabei helfen.

Foto hier und oben: Aus den Ferienfreizeiten 2019, vor Corona…

Zusammen wollen wir durch eine Radtour und eine Stadtrallye mehr über die Geschichte Triers und die Besonderheiten der Region an der Mosel erfahren. Mit sportlichen Aktivitäten wie Wandern im Greifvogelpark, dem Besuch einer Seilbahn und Klettern wollen wir uns untereinander besser kennenlernen. So können die Jugendlichen neue Freunde und Unterstützung für das Leben in Deutschland finden. Sie lernen während der vier Tage aber auch viel über die Sprache und sich selbst. Ganz im Sinne des Interkulturellen Lernens bei AsA e.V.

Online-Spendenaktion am 14.7.2020

Wohnzimmerspende über betterplace mit Live-Schaltung zu AsA

Die Wohnzimmerspende ist eine private Spenden-Aktion in der Corona-Krise. Organsiert haben Sie Felix Dresewski von der Dohle Stiftung, die AsA seit Jahren fördert und unterstützt, und Michael Alberg-Seberich. Zu ihrer Aktion „Wohnzimmerspende“ erklären sie:

So läuft die Wohnzimmerspende am 14. Juli 2020 ab:wir verabreden uns um 20.15 Uhr zu einer Videokonferenz / wir hören live von zwei engagierten Menschen , die ihre gemeinnützigen Projekte vorstellen: Wie sie wem in der Corona-Krise konkret helfen /wir spenden direkt für die Projekte über betterplace.org. So viel oder so wenig wie jede*r will oder kann: es gibt keine Mindestspende. Auch nach oben ist es offen 😉 Entweder für alle Projekte etwas oder alles für eine Organisation. Die Entscheidung liegt bei Dir.
Mit der Wohnzimmerspende können wir gemeinsam mehr erreichen, als wenn wir alle nur „vereinzelt“ spenden. Um 21 Uhr sehen wir, dann was wir gemeinsam gespendet haben.

Für AsA e.V. wird unsere Geschäftsführerin Johanna Strohmeier an dem Live-Gespräch teilnehmen und gerne auf Ihre Fragen antworten.

Johanna Strohmeier wird live auf Ihre Fragen antworten

Interessiert? Dann melden Sie sich unter www.wohnzimmerspende.de für die Videokonferenz an. Die Aktion schließt erst am 24. Juli um 11 Uhr.

Spende der DOHLE Stiftung deckt zusätzlichen Bedarf in Corona-Zeiten

Schon in normalen Zeiten platzt die Geschäftsstelle von AsA aus allen Nähten. Zu den Stoßzeiten am Nachmittag wird jedes freie Eckchen für den Förder-Unterricht genutzt, und sei es noch so klein. In Zeiten von Corona wird es für uns noch viel schwieriger: Jetzt muss der Mindestabstand gewährleistet werden. Plexiglas-Scheiben trennen jeden Tisch in zwei Hälften. Die Gruppen – auch in den Sprachkursen – sind stark verkleinert. Der Platz reicht nicht mehr!

AsA in Zeiten von Corona: Verkleinerter Deutschkurs mit Katrin Förderer, Juni 2020

In dieser Situation geht unser Dank an die Kurt & Maria DOHLE Stiftung. Sie zählt seit langen Jahren zu unseren verlässlichsten Unterstützer*innen. Nun hat die DOHLE Stiftung uns Gelder gewährt, mit denen wir zusätzliche Räume kurzzeitig anmieten können. Dort werden wir die Arbeitsplätze digital ausstatten, damit die von uns betreuten jungen Geflüchteten sich auf (Nach-)Prüfungen vorbereiten können und auch Bewerbungsunterlagen am Computer erstellen und ausdrucken können.

In den letzten Wochen konnte AsA mit kleinen Schritten wieder öffnen. Der erste Schritt war die persönliche Beratungsarbeit –mit Plexiglas und Mundschutz, aber immerhin in direktem Kontakt. Termine für Bewerbungen wurden ebenfalls vergeben, jedoch immer mit Abstand und unter strengen Hygienebedingungen. Außerdem gab es bis zum Start der Sommerferien am 29.06.2020 Prüfungsvorbereitung im Sprachlernzentrum, allerdings nur in Kleingruppen bis zu drei Personen.

Hygiene steht im Vordergrund: Abgespeckter Deutschkurs mit Dominik Winkel

Aus all diesen Gründen hatten wir es deshalb mit einem erheblichen Mehraufwand im Sachkosten- und im Personalbereich zu tun. Neben den höheren Druckkosten und der technischen Ausstattung der Mitarbeiter*innen wurden zwei Honorarkräfte zur Unterstützung des Sprachlernzentrums eingestellt. Eine Honorarkraft wird ebenfalls im Bewerbungszentrum bei der Berufsorientierung unterstützen.

Dank einer großzügigen Spende der DOHLE Stiftung kann AsA e.V. in zusätzliche Räumlichkeiten und in digitale Technik investieren und auch in Zeiten von Corona weiterhin für junge Geflüchtete in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis da sein. Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei der DOHLE Stiftung für die Förderung, Unterstützung und die Wertschätzung unserer Arbeit bedanken.

Link zur Stiftung: https://www.dohle-stiftung.com/