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Pressemitteilung 02/13

15. März 2013

„Lebens(t)räume“ – ein Tanztheater von und mit jungen Flüchtlingen in Bonn

Am Freitag, 15 März 2013, wird das Theaterstück „Lebens(t)räume – eine Reise durch die Lebensrealitäten junger Flüchtlinge um 19 Uhr in „Maria-im-Walde“ (Kaiser-Karl-Ring 10 in Bonn) seine Premiere feiern. Die Presse hat die Möglichkeit, der Generalprobe am gleichen Tag um 16.30 h im Marienheim bei zu wohnen. Eine zweite Aufführung gibt es am Samstag, 23. März, um 20 Uhr in der „Bühne der Kulturen“ in der Platenstr. 32 in Köln-Ehrenfeld. Die Eintrittskarten sind (8,-/4,- EUR ermäßigt) bei der AsA-Geschäftsstelle (s. unten) oder an der Abendkasse erhältlich.

Der Godesberger Verein „Ausbildung statt Abschiebung“ (AsA e.V.) konnte dieses Freizeitprojekt im Rahmen seiner Bühnenwerkstatt mithilfe einer großzügigen Spende von Sterntaler Bonn e.V. und dem Kulturamt der Stadt Bonn realisieren. Seit Beginn des Jahres 2012 probten insgesamt 14 Jugendliche jede Woche gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Minalda da Silva und der Sozialarbeiterin und Tanzpädagogin Carmen Martínez Valdés. Das von den jungen Flüchtlingen selbst geschriebene Theaterstück vereint traditionelle und moderne Tanzchoreografien aus den verschiedenen Herkunftsländern der jungen Flüchtlinge mit klassischen und modernen Theaterszenen. Elf Tänzer und Schauspieler sowie drei Licht-, Tontechniker und Bühnenbildner zeigen in ihrem etwa 75-minütigem Theaterstück ihr Können.

„Mit diesem Theaterstück konnten wir dank der Unterstützung durch Sterntaler und dem Bonner Kulturamt die Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Persönlichkeit und ihre Selbstwahrnehmung durch die körperlichen Erfahrungen auf der Bühne zu entfalten“, so Karin Ahrens, Vorsitzende von AsA.

Lebens(t)räume stimmt nachdenklich, berührt, aber besticht auch durch ein hohes Maß an Kreativität und Optimismus; die Zuschauer dürfen sich auf einen anregenden Abend freuen.

AsA wurde im Jahr 2001 als gemeinnütziger Verein in Bonn gegründet mit dem Ziel, jungen Flüchtlingen eine Anlaufstelle zu sein, wo sie sich frei äußern, weiterbilden und sich als Teil der deutschen Gesellschaft erleben können. Derzeit befinden sich 88 junge Flüchtlinge im Alter von 14 bis 27 Jahren in Obhut von Carmen Martínes Valdéz, der Leiterin der AsA-Geschäftsstelle. 53 dieser jungen Menschen – überwiegend aus Afghanistan, Angola oder etwa dem Kongo – sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Frau Valdéz wird in ihrer Arbeit unterstützt von vier teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen, vier freien und etwa dreißig ehrenamtlichen HelferInnen.