Deutsch plus! – Sprachkurs trifft Handwerk

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Zielgruppe

Zielgruppe für die Deutschkurse Deutsch plus! sind Jugendliche und junge Erwachsene, die erst vor Kurzem nach Deutschland geflüchtet sind. Sie haben einerseits eine hohe Motivation, die deutsche Sprache zu erlernen, gleichzeitig ist es auch absolut notwendig, dass sie möglichst schnell Deutsch sprechen, um ihren Alltag zu meistern.

Die minderjährigen Jugendlichen müssen nach ihrer Ankunft unterschiedlich lange auf die Zuweisung eines regulären Schulplatzes warten, meist sind es mehrere Monate.

Junge Erwachsene erhalten in der Regel keinen Zugang zu Sprach- und Integrationskursen, solange ihr Aufenthaltsstatus nicht geklärt ist.

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Unser Angebot

Seit Januar 2016 laufen täglich mehrere Kursangebote parallel: Alphabetisierung, Deutschkurse von A1 bis B1- Niveau. Hauptsächlich vormittags, aber inzwischen auch im Nachmittagsbereich, 4-8 Wochenstunden –  manche ergänzend zu einem Praktikum, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einer Ausbildung.

In der Grundstufe wird erlernt, Alttagssituationen sprachlich zu bewältigen. Durch die Zusammenarbeit mit unserem Bewerbungszentrum werden die jungen Flüchtlinge auf Bewerbung und Beruf vorbereitet. Der Sprachunterricht wird ergänzt durch praktische Werkstattarbeit. Unter Anleitung eines Kunstpädagogen lernen die Jugendlichen verschiedene Maltechniken und Materialien kennen.

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Bei der Arbeit mit  Holz und Stein erfahren sie ihre eigene Kreativität und erlernen gleichzeitig handwerkliche Fähigkeiten. Außerdem haben sie gemeinsam verschiedene Montagearbeiten mit der Bohrmaschine geleistet, die Küche gestrichen, Schaukästen aufgehängt und ähnliches. Die praktischen und produktiven Tätigkeiten unterstützen den Lernprozess und geben den Einzelnen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, ermöglichen berufsnahe Erfahrungen und das Erlernen von Fähigkeiten, die für das Arbeitsleben wichtig sind.

Außerdem gab es 2016 in den Ferien jeweils ein kleines Ferienprogramm: „Typisch Deutsch“ haben wir es genannt und mit den Kursteilnehmer*innen  Museumsbesuche, Waffelbacken, Minigolf, Fußballturnier sowie einen Ausflug nach Köln unternommen.

 

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Teilnehmer*innen:
2016 haben insgesamt 170 junge Flüchtlinge an den Deutschkursen teilgenommen. Überwiegend waren dies männliche Teilnehmer

Ergebnisse:
Die ursprünglich angestrebte Zahl von 60 Teilnehmer*innen konnten wir fast verdreifachen.
In den 6 verschiedenen Lerngruppen wurden bis zu 60 Jugendliche gleichzeitig unterrichtet. Einige Jugendliche und alle volljährigen Schüler blieben über die gesamte erste Projektlaufzeit in den Deutschkursen. Die große Fluktuation bei den minderjährigen Schülern ergibt sich dadurch, dass sie zum Teil recht kurzfristig Schulplätze in den Internationalen Vorbereitungsklassen bekamen. Trotzdem hat sich das Angebot auch für diese Zielgruppe bewährt: Kein deprimierender Leerlauf im Alltag, stattdessen eine haltgebende Tagesstruktur. Grundkenntnisse in Deutsch wurden erworben, ebenso handwerkliches Basiswissen.

Projektleiterin: Babette Loewen

Hier ein Link zu einem Artikel im Bonner General Anzeiger über unser Projekt:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Ein-erster-Schritt-Richtung-Beruf-article3304974.html

Das Projekt wird gefördert von:

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Stiftung Zukunft NRW                 

 

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Lieselotte-Peipers-Stiftung
„Bonner helfen Bonnern“

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