Deutsch plus! – Sprachkurse und berufliche Orientierung

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Seit Anfang 2016 bietet AsA im Rahmen von Deutsch plus! regelmäßige Sprachkurse für junge Geflüchtete an. In Kursen auf 6 verschiedenen Niveaus lernen Jugendliche und junge Erwachsene sehr alltagsnah die deutsche Sprache. Auch ein Kurs zur Alphabetisierung läuft, da die meisten geflüchteten Jugendlichen in ihren Ländern eine andere Schriftsprache schreiben. Im letzten Jahr haben 140 junge Geflüchtete an den Kursen teilgenommen. Manche bleiben nur kurze Zeit, da sie dann einen Schulplatz erhalten, andere haben das ganze Jahr über an den verschiedenen Kursen teilgenommen. Auch dieses Jahr sind wieder bis zu 60 Jugendlichen parallel in den verschiedenen Kursen.

Hauptsächlich sind die Teilnehmer*innen Minderjährige, die auf die Zuteilung eines Schulplatzes warten und die Zeit bis dahin nutzen möchten. Aber es werden auch junge Erwachsene unterrichtet, die keine anderen kostenlosen Sprachkursangebote finden und seitens der Kommune keine Angebote erhalten. Einige Teilnehmer*innen besuchen den Kurs parallel zu einem Schulbesuch, einem Praktikum, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einer Ausbildung.

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Das Plus von Deutsch plus! liegt in der parallel angebotenen Berufsorientierung. Gemeinsam werden Firmen und Betriebe besichtigt und Ausbildungsmessen besucht. Vor allem wird die Praxis gefördert: So bietet ein Werklehrer einige Stunden pro Woche ein Werkprogramm an. Verschiedene Materialien wie Holz, aber auch Stein werden bearbeitet oder Fahrräder repariert.

Beim Tischlern, Sägen, Bohren und Schrauben oder beim Steinmetzen lernen die Jugendlichen „ganz nebenbei“ wichtige Fachwörter und fassen gleichzeitig Zutrauen zu ihren handwerklichen Fähigkeiten. Zusätzlich haben sie – oft das allererste Mal im Leben – die Möglichkeit, ihre eigene Kreativität zu entdecken und zu entwickeln. Das schafft Selbstvertrauen und Freude im Leben der jungen Geflüchteten, die oft wenig Abwechslung im Alltag haben.

Bei fast allen Kursteilnehmer*innen sind eine sehr hohe Motivation und der Spaß am Lernen offensichtlich.

Ansprechpartnerin für das Projekt: Babette Loewen (Projektleiterin)

 

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Hier ein Link zu einem Artikel im Bonner General Anzeiger über unser Projekt:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Ein-erster-Schritt-Richtung-Beruf-article3304974.html

Deutsch plus! wird gefördert von:

 

 

    

             

 

 

 

 

AsA-Bühnenwerkstatt

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Quelle: privat


Unter Leitung von Carmen Martínez Valdés, die auch eine erfahrene Tanzpädagogin ist, konnte zu Beginn des Jahres 2013 Premiere gefeiert werden mit dem von jungen Flüchtlingen selbst geschriebenen Stück „Lebens(t)räume“ – eine Reise durch die Lebensrealitäten junger  Flüchtlinge.

Am 15. März 2013 wurde dieses Stück von 17 jungen Flüchtlingen aufgeführt, weitere Vorstellungen folgten.

„Grenzenlos kochen“

Kochen als Mittel zum Austausch und der Begegnung von jungen Menschen aus ganz unterschiedlichen Länder. Mit diesem Projekt, gefördert von Sterntaler Bonn e.V., haben etwa 20 Jugendliche seit Herbst 2012 jede Woche fünf Stunden in der Küche von AsA eingekauft, geschnippelt, gekocht, gebraten und schließlich gegessen, was in Deutschland, Syrien oder etwa im Kongo so auf den Tisch kommt. Dabei heraus gekommen ist nicht nur eine Menge Spaß, sondern auch ein umfangreiches Kochbuch mit vielen leckeren Rezepten.

Neben dem interkulturellen Austausch, der Förderung von Teamgeist und Fairness diente dieses Kochprojekt auch der Stärkung von Selbstvertrauen und der Verarbeitung von Traumatisierungen. Die Jugendlichen haben gekocht, was sie noch von zuhause her kannten und dabei wurde viel erzählt, sich erinnert und weitergegeben. Das Kochbuch wird derzeit von den Jugendlichen noch einmal überarbeitet und kann dann in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

Unsere Projekte

Seit Ende 2010  gibt es in Nordrhein-Westfalen die „Residenzpflicht“ nicht mehr. Flüchtlingskinder können sich nun in NRW frei bewegen, ohne die Behörden informieren oder um Erlaubnis bitten zu müssen. Nach Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention sind die Vertragsstaaten der UN darüber hinaus aufgefordert, das Recht aller Kinder auf Erholung und Freizeitbeschäftigung zu fördern. Leider gilt in Deutschland dieses Recht aber nicht für Flüchtlingskinder, weil sie z.B. nur in Ausnahmefällen an Ferienprogrammen in anderen Bundesländern oder im Ausland teilnehmen dürfen. Um die Kommunikation der jungen Flüchtlinge untereinander und mit ihrem Umfeld zu unterstützen und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen in einem geschützten Rahmen zu verarbeiten, bietet AsA verschiedene Projekte an. So gibt es etwa eine Bühnenwerkstatt, die verschiedene Tanz- und Theaterstücke probt und aufführt, Lesungen, ein Kochprojekt oder Workshops.