Tag des Flüchtlings während der Interkulturellen Woche

Vom 14. bis 30 September findet in Bonn die Interkulturelle Woche statt. (https://migration-bonn.de/emfa/aktuelles/137-interkulturelle-woche-2018.html). In diesem Zeitraum liegt auch der „Tag des Flüchtlings“ am 28. September. Dazu präsentieren sich zahlreiche Organisationen und Initiativen auf dem Münsterplatz und dem Marktplatz mit Aktivitäten und Infoständen. Auch AsA wird sich mit einem Infostand und mit einem Auftritt der „B-Stars“, unserer Theater- und Tanzgruppe präsentieren. Das Bonner flüchtlingspolitische Netzwerk „weltoffen“ hat dazu den Aufruf „Rettet das Recht auf Asyl“ veröffentlicht, den auch AsA unterstützt: https://www.weltoffen-bonn.de/content/rettet-das-recht-auf-asyl-bonner-aufruf-zum-tag-des-fluechtlings-28-9-2018

Andere Termine und Ereignisse

  • Das Land NRW will eine neue Strategie zur Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements entwickeln (siehe: https://www.engagiert-in-nrw.de/engagementstrategie). An den Konsultationen um diesem Entwicklungsprozess sollen einschlägige Organisationen beteiligen. Dazu wird es in verschiedenen Gegenden Nordrhein-Westfalens Veranstaltungen geben. Am 6. September findet in der Stadthalle in Mühlheim/Ruhr die Auftaktveranstaltung statt. Vertreter von AsA werden daran teilnehmen.
  • Im September findet im Bonner Alten Rathaus der von der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Stadt Bonn veranstaltete „Marktplatz Gute Geschäfte in Bonn und Rhein-Sieg“ statt. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen präsentieren sich dort Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Sie werben dabei um Unterstützung der Unternehmen für ihre Anliegen. Auch AsA wird sich dort präsentieren.

Fortbildungen des Runden Tisches Flüchtlingshilfe Bad Godesberg

Der Runde Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg ist ein Zusammenschluss von Organbisationen der Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg. Von September bis November bieten einige Mitgliedsorganisationen Fortbildungen für Menschen an, die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Hier finden Sie Angebote: Flyer: Gemeinsame Aus- und Fortbildungsangebote der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

Abschiebungen nehmen der Wirtschaft die Auszubildenden weg

Viele Flüchtlinge mit einer Duldung haben sich durch beharrliche Anstrengungen so weit qualifiziert, dass sie eine Ausbildung beginnen können, und viel Unternehmer sind froh über ihre neuen und lernbegierigen Auszubildenden. Der Status der Ausbildungsduldung macht es möglich. Mit dem am 6.8.2016 in Kraft getretenen „Integrationsgesetz“ hat ein Flüchtling einen Anspruch auf Gewährung einer Duldung für eine dreijährige Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsverhältnis und eine anschließende zweijährige Phase der Arbeit in einem regulären Arbeitsverhältnis. Viele Ausländerbehörden, besonders in Bayern, setzen sich aber über diese rechtsnorm hinweg und weisen Auszubildende trotzdem aus. Die betroffenen Wirtschaftsunternehmen beklagen diese Praxis. Von einigen eindrucksvollen Fallbeispielen berichte die Süddeutsche Zeitung am 17. August auf ihrer Online-Seite und am 18. August in der gedruckten Zeitung. Hier finden Sie diesen Bericht.

Illegal abgeschobene Flüchtlinge

Am 13. August ist der Tunesier Sami A. aus NRW nach Tunesien abgeschoben worden, obwohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Tag zuvor die Abschiebung untersagt hat, weil nicht auszuschließen war, dass er dort gefoltert wird. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat den Bochumer Richterspruch bestätigt. Durch unvollständige Angaben zu den Abschiebungsplänen war das Bochumer Gericht daran gehindert worden, sein Abschiebungsverbot durch eine Eil-Mitteilung zu veröffentlichen. Uns selbst, als das Gericht am 13. morgens seine Entscheidung veröffentlichte, wäre es noch möglich gewesen, Sami A. zurückzuholen.

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Seehofers „Masterplan Migration“

Der Paritätische Gesamtverband hat am 10.07. eine scharfe Kritik an dem sogenannten Masterplan Migration des Bundesinnenministers Horst Seehofer veröffentlicht. Unter den zentralen Begriffen von „Steuerung“ und Ordnung“ sollen zahlreiche neue restriktive Regelungen eingeführt, die sich gegen Schutzsuchende richten. So sollen geldliche Leistungen länger abgesenkt bleiben bzw. sollen Sachleistungen Vorrang haben. Die unabhängige, also nichtstaatliche Asylverfahrensberatung fehlt ganz.

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Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz

Unter dem Titel „Verfolgte Menschen brauchen Schutz – auch in Europa“ hat im Vorfeld des EU-Gipfels zur gemeinsamen Asylpolitik Ende Juni ein Bündnis von 17 Flüchtlingshilfe-, Menschenrechts- und Wohlfahrtsorganisationen die „Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz“ herausgegeben. Dem Bündnis gehören unter anderem PRO ASYL, Der Paritätische Gesamtverband, amnesty international, die Seenotrettungsorganisationen SOS Mediterranée und Sea-Watch an. Die Organisationen kritisieren die Zurückweisung von Schutzsuchenden an europäischen oder nationalen Grenzen und das Bestreben, diese in nordafrikanische Staaten und damit vor Europas Grenzen „aus- bzw. zwischenzulagern“. Sie fordern die Rettung von Menschen in Seenot im Mittelmeer und ihre Ausschiffung in den nächsten europäischen Hafen. Zivile Seenotrettungsorganisationen dürften nicht an ihrer Arbeit gehindert werden. „Das Recht auf Leben gilt auch auf Hoher See.“ Die gesamte „Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz“ finden Sie hier.

Demos gegen das Sterben im Mittelmeer

In vielen deutschen Städten haben im Juli Demonstrationen gegen das Sterben im Mittelmeer stattgefunden. Auch in Bonn folgten am 20.07. etwa 1200 Leute dem Aufruf der „Seebrücke Bonn“ zur Demo. Aufgerufen hat dazu die Aktion SEEBRÜCKE: Ihre Bewertung der Bonner Demo: „Es war riesig, laut, bunt, gedenkend, mahnend, klagend, fordernd. Kurz: Ein starkes Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer, den Rechtsruck und Rassismus in Deutschland.“

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Junge Flüchtlinge lassen Azubi-Zahlen steigen

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bundesweit 515.700 Jugendliche eine Ausbildung begonnen – erstmals seit sieben Jahren mehr als noch im Jahr zuvor (plus 5.700 oder 1,1 Prozent). Einen besonders starken Zuwachs gab es bei ausländischen Berufsanfängern (plus 36,2 Prozent). So haben sich etwa die Zahl der Neuabschlüsse bei jungen Männern aus Afghanistan und Syrien von 3.000 im Jahr 2016 auf 10.000 im Jahr 2017 mehr als verdreifacht. Frauen aus diesen beiden Ländern schlossen 820 neue Lehrverträge ab – 380 mehr als im Jahr zuvor.

Verabschiedung Jakob von Bülow

Jakob von Bülow hat als „Bufdi“ ein Jahr lang unser Geschäftsstellen-Team verstärkt. Ende August ist sein Bundesfreiwilligendienst vorbei, und Jakob verlässt uns, um sein Studium in Potsdam aufzunehmen. Das Geschäftsstellen-Team, der Vorstand und vor allem viele der von uns betreuten Jugendlichen werden ihn sehr vermissen. Jakob hat uns außerordentlich wirksam unterstützt. Er hat in kurzer Zeit viele schwer ersetzbare Funktionen in der täglichen Arbeit der Geschäftsstelle übernommen. Vor allem in unserem Bewerbungszentrum hat er viele junge Flüchtlinge dabei unterstützt, sich auf die Bewerbungen bei Unternehmen als Praktikanten oder Auszubildende vorzubereiten. Er bewies ein bewundernswertes Talent, auf die jungen Leute zuzugehen und ihnen das Vertrauen zu geben, sich uns anzuvertrauen und uns ein Verständnis ihrer oft sehr komplexen Problemlagen zu geben. Aber auch sonst war er in allen praktischen Fragen der Arbeit der Geschäftsstelle eine große Unterstützung. In dem alltäglichen Stress unserer Arbeit erwies er sich als ein kaum zu erschütternder Faktor der Ruhe und der Beständigkeit. Wir werden Jakob sehr vermissen.