Archiv der Kategorie: Aktuelles

Ferienfreizeit in Zeiten von Corona

Die Covid-19-Pandemie gestaltet das Jahr 2020 als eine Herausforderung. Normalste Sachen wie Freunde treffen, ausgehen oder Veranstaltungen besuchen sind für alle nur eingeschränkt möglich. Deshalb finden auch nur wenige Veranstaltungen aus unserem Projekt Interkulturelles Lernen statt.

Um so mehr freuen wir uns, dass es kurzfristig möglich ist, doch eine kleine Gruppe „unserer“ Jugendlichen von Ausbildung statt Abschiebung e.V. auf Reisen zu schicken. Für sie ist diese Zeit keine einfache. Besonders, wenn sie gerade erst in Deutschland angekommen sind, voller Motivation und Tatendrang sind und ihr neues Leben beginnen wollen. Sie müssen auch hier mit den Auswirkungen der Pandemie leben.

Deswegen wollen wir mit einigen Jugendlichen vom 20. bis 24. Juli unsere jährliche Ferienfreizeit angehen. Dieses Mal fahren wir in eine Jugendherberge in Trier und geben den jungen Geflüchteten die Möglichkeit, Deutschland, einen Teil unserer Geschichte und Kultur, neue Freunde und sich selbst besser kennenzulernen. Unser Programm soll dabei helfen.

Foto hier und oben: Aus den Ferienfreizeiten 2019, vor Corona…

Zusammen wollen wir durch eine Radtour und eine Stadtrallye mehr über die Geschichte Triers und die Besonderheiten der Region an der Mosel erfahren. Mit sportlichen Aktivitäten wie Wandern im Greifvogelpark, dem Besuch einer Seilbahn und Klettern wollen wir uns untereinander besser kennenlernen. So können die Jugendlichen neue Freunde und Unterstützung für das Leben in Deutschland finden. Sie lernen während der vier Tage aber auch viel über die Sprache und sich selbst. Ganz im Sinne des Interkulturellen Lernens bei AsA e.V.

Online-Spendenaktion am 14.7.2020

Wohnzimmerspende über betterplace mit Live-Schaltung zu AsA

Die Wohnzimmerspende ist eine private Spenden-Aktion in der Corona-Krise. Organsiert haben Sie Felix Dresewski von der Dohle Stiftung, die AsA seit Jahren fördert und unterstützt, und Michael Alberg-Seberich. Zu ihrer Aktion „Wohnzimmerspende“ erklären sie:

So läuft die Wohnzimmerspende am 14. Juli 2020 ab:wir verabreden uns um 20.15 Uhr zu einer Videokonferenz / wir hören live von zwei engagierten Menschen , die ihre gemeinnützigen Projekte vorstellen: Wie sie wem in der Corona-Krise konkret helfen /wir spenden direkt für die Projekte über betterplace.org. So viel oder so wenig wie jede*r will oder kann: es gibt keine Mindestspende. Auch nach oben ist es offen 😉 Entweder für alle Projekte etwas oder alles für eine Organisation. Die Entscheidung liegt bei Dir.
Mit der Wohnzimmerspende können wir gemeinsam mehr erreichen, als wenn wir alle nur „vereinzelt“ spenden. Um 21 Uhr sehen wir, dann was wir gemeinsam gespendet haben.

Für AsA e.V. wird unsere Geschäftsführerin Johanna Strohmeier an dem Live-Gespräch teilnehmen und gerne auf Ihre Fragen antworten.

Johanna Strohmeier wird live auf Ihre Fragen antworten

Interessiert? Dann melden Sie sich unter www.wohnzimmerspende.de für die Videokonferenz an. Die Aktion schließt erst am 24. Juli um 11 Uhr.

Spende der DOHLE Stiftung deckt zusätzlichen Bedarf in Corona-Zeiten

Schon in normalen Zeiten platzt die Geschäftsstelle von AsA aus allen Nähten. Zu den Stoßzeiten am Nachmittag wird jedes freie Eckchen für den Förder-Unterricht genutzt, und sei es noch so klein. In Zeiten von Corona wird es für uns noch viel schwieriger: Jetzt muss der Mindestabstand gewährleistet werden. Plexiglas-Scheiben trennen jeden Tisch in zwei Hälften. Die Gruppen – auch in den Sprachkursen – sind stark verkleinert. Der Platz reicht nicht mehr!

AsA in Zeiten von Corona: Verkleinerter Deutschkurs mit Katrin Förderer, Juni 2020

In dieser Situation geht unser Dank an die Kurt & Maria DOHLE Stiftung. Sie zählt seit langen Jahren zu unseren verlässlichsten Unterstützer*innen. Nun hat die DOHLE Stiftung uns Gelder gewährt, mit denen wir zusätzliche Räume kurzzeitig anmieten können. Dort werden wir die Arbeitsplätze digital ausstatten, damit die von uns betreuten jungen Geflüchteten sich auf (Nach-)Prüfungen vorbereiten können und auch Bewerbungsunterlagen am Computer erstellen und ausdrucken können.

In den letzten Wochen konnte AsA mit kleinen Schritten wieder öffnen. Der erste Schritt war die persönliche Beratungsarbeit –mit Plexiglas und Mundschutz, aber immerhin in direktem Kontakt. Termine für Bewerbungen wurden ebenfalls vergeben, jedoch immer mit Abstand und unter strengen Hygienebedingungen. Außerdem gab es bis zum Start der Sommerferien am 29.06.2020 Prüfungsvorbereitung im Sprachlernzentrum, allerdings nur in Kleingruppen bis zu drei Personen.

Hygiene steht im Vordergrund: Abgespeckter Deutschkurs mit Dominik Winkel

Aus all diesen Gründen hatten wir es deshalb mit einem erheblichen Mehraufwand im Sachkosten- und im Personalbereich zu tun. Neben den höheren Druckkosten und der technischen Ausstattung der Mitarbeiter*innen wurden zwei Honorarkräfte zur Unterstützung des Sprachlernzentrums eingestellt. Eine Honorarkraft wird ebenfalls im Bewerbungszentrum bei der Berufsorientierung unterstützen.

Dank einer großzügigen Spende der DOHLE Stiftung kann AsA e.V. in zusätzliche Räumlichkeiten und in digitale Technik investieren und auch in Zeiten von Corona weiterhin für junge Geflüchtete in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis da sein. Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei der DOHLE Stiftung für die Förderung, Unterstützung und die Wertschätzung unserer Arbeit bedanken.

Link zur Stiftung: https://www.dohle-stiftung.com/

Großzügige Spende der Postcode-Lotterie

Im Rahmen der Förderung von Projekten, die sich mit den Folgen der Corona-Krise beschäftigen, unterstützt die Deutsche Postcode Lotterie AsA e.V. mit 10.000 Euro.

Dank der großzügigen Spende der Postcode-Lotterie kann AsA e.V. in digitale Technik investieren und auch in Zeiten von Corona weiterhin für junge Geflüchtete in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis da sein

Mit Maske und Trennscheibe: Deutsch-Unterricht mit Dominik Winkel

Wir von Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. haben es geschafft, in den Wochen seit Mitte März mit allen 186 minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten, die an unseren Verein angebunden sind, den Kontakt zu halten. Seit kurzem können diese uns wieder einzeln und unter strengen Hygiene-Bedingungen in unseren Räumlichkeiten aufsuchen. Aber:

Viele unserer Ehrenamtlichen Nachhilfelehrer*innen sind über 60 und gehören der Corona-Risikogruppe an. Viele Jugendliche hingegen stehen vor den Abschlussprüfungen und brauchen dringend Unterstützung. Deshalb mussten wir zwei Honorarkräfte einstellen, die den Förderunterricht ersatzweise übernehmen. Das verursacht hohe zusätzliche Kosten. Auch in digitale Technik musste und muss viel Geld investiert werden – Diensthandys und Laptops für alle Mitarbeiter*innen, zusätzliche Drucker und Computer-Arbeitsplätze für die Jugendlichen werden benötigt. Außerdem suchen wir nach Räumen, die wir kurzfristig anmieten können, um unseren Jugendlichen weitere Arbeitsplätze mit den nötigen Abstandsregelungen bieten zu können.

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns sehr, dass wir dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare Projekt unterstützen können – vor allem in dieser für uns alle neuen und ungewissen Corona-Zeit. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“

Deutsche Postcode Lotterie fördert Corona-Projekte

Da eine Weiterführung laufender oder eine zeitnahe Umsetzung geplanter Projekte derzeit schwierig werden kann, hat die Deutsche Postcode Lotterie den Förderzeitraum aller bereits bewilligten Projekte automatisch um sechs Monate verlängert. Projekte können außerdem der neuen Situation angepasst werden. Petra Rottmann: „Wir prüfen im Einzelfall, ob wir die Zweckbindung ändern oder ganz aufheben können, damit unsere Partner flexibel auf die Corona-Krise reagieren können.“

AsA in Zeiten von Corona: Verkleinerter Deutschkurs mit Katrin Förderer, Juni 2020

Neben AsA e.V. fördert die Soziallotterie weitere Projekte, die in der aktuellen Corona-Zeit akute Hilfe leisten. So stellte sie den Stadtmissionen 500.000 € zur Verfügung, um den Schwächsten unserer Gesellschaft (Obdachlose, Opfer häuslicher Gewalt sowie bedürftige Senioren), die am meisten unter der Krise leiden, zu helfen. Weitere Fördermittel gingen z.B. an die AWO BV Hannover e.V., die Pflegeheim-Bewohnern eine „Kulturspritze gegen Coronablues“ gibt, an Vision:teilen e.V., deren „Gutenachtbus“ sich um die Notversorgung von Bedürftigen kümmert oder an den Verein Spielend lernen e.V., der aus recycelten Materialien Mundschutzmasken herstellt.

Weitere Infos unter: www.postcode-lotterie.de/projekte

Solidarität mit Geflüchteten in zentralen Unterbringungs-Einrichtungen?!

Viele der jungen Geflüchteten, die von AsA betreut werden, wohnen in Sammelunterkünften. Die Lage dort ist seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie noch schwieriger als vorher. Besonders für Jugendliche in Quarantäne.

Wie sicherlich viele bereits der Presse entnehmen konnten, ist vor einiger Zeit auch in der Unterbringungseinrichtung in St. Augustin bei Bonn das Corona-Virus ausgebrochen und hat sich rasant verbreitet – keine Überraschung, bei einer Belegung in 10-Bett-Zimmern und rund 500 Bewohner*innen, die dort auf engstem Raum untergebracht sind.

Unsere Geschäftsführerin Johanna Strohmeier und Babette Loewen, Leiterin unseres Projektes Deutsch plus! haben einen Bericht über das geschrieben, was sie von den jungen Geflüchteten aus erster Hand erzählt bekommen.

Hier geht es zum Bericht